Gefahrenherd Pfarrgasse: Stadt Königsberg appelliert an unvernünftige Autofahrer

Gefahrenherd Pfarrgasse: Stadt Königsberg appelliert an unvernünftige Autofahrer

Enge Straße und direkt angrenzende Haustüren erfordern Einhaltung des Tempolimit und erhöhte Rücksichtnahme – Stadt prüft bauliche Maßnahmen

Die Stadt Königsberg ist besorgt wegen der anhaltenden Fahrweise mit hoher Geschwindigkeit in die Pfarrgasse. Vor allem lokale Autofahrer gefährden durch zu schnelles Einfahren in die enge Straße die Gesundheit und das Leben der Anwohner. Da die Haustüren der Gebäude hier direkt an der Fahrbahn liegen, besteht Gefahr für Leib und Leben für Anwohner und Fußgänger, insbesondere für die dort lebenden Kinder. Die Stadtverwaltung appelliert dringend an die Bevölkerung, die Geschwindigkeitsbegrenzungen strikt einzuhalten, und prüft bereits bauliche und weitere regulatorische Schritte zur Entschärfung des Risikoschwerpunkts.
In den vergangenen Wochen kam es in der Pfarrgasse vermehrt zu gefährlichen Situationen durch Raser. Beobachtungen und Augenzeugenberichte zeigen ein überraschendes Bild: Es sind primär die Bürgerinnen und Bürger aus Königsberg selbst – und nicht etwa auswärtige Autofahrer, welche die enge Einfahrt in die Altstadt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit nutzen.
Die baulichen Gegebenheiten vor Ort verschärfen das Risiko massiv. Da Gehwege fehlen und sich die Haustüren direkt zur Straße hin öffnen, stehen Anwohner beim Verlassen ihrer Häuser unvermittelt auf der Fahrbahn. Besonders gefährdet sind die ansässigen Familien mit kleinen Kindern. Kinder können die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge physikalisch noch gar nicht richtig einschätzen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie durch plötzlich vorbeirasende Autos erschrecken, das Gleichgewicht verlieren und direkt vor die Räder stolpern.
„Hier geht es um eine ganz konkrete Gefahr für Leib und Leben mitten in unserer Nachbarschaft“, betont die Stadtverwaltung Königsberg. „Wir bitten alle Autofahrer eindringlich: Halten Sie das vorgegebene Tempolimit nicht nur penibel ein, sondern fahren Sie im Sinne eines rücksichtsvollen Miteinanders sogar noch langsamer und vorausschauender in die Pfarrgasse ein.“
Um den Schutz der Anwohner langfristig und unabhängig von der Einsicht der Autofahrer zu gewährleisten, wird die Stadt Königsberg nun aktiv. Aktuell überprüft die Verwaltung verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen, um diesen Risikoschwerpunkt effektiv und dauerhaft zu entschärfen.
Dies müsste jedoch alles nicht sein, wenn man die Fahrweise den baulichen Gegebenheiten dieser Einfahrt in die Altstadt und der gesamten Pfarrgasse besser berücksichtigt und mehr Rücksicht nimmt.

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